Grundstück kaufen in Europa – Worauf du achten musst

Aktualisiert: 2026-06-21

Grundstückskauf in der EU: Mehr Transparenz, aber weiter Unterschiede

Der europäische Grundstücksmarkt ist so vielfältig wie die Länder selbst. Während Deutschland mit BORIS ein ausgereiftes Bodenrichtwert-System hat, gibt es in vielen anderen EU-Ländern kaum öffentliche Preisdaten. Dieser Ratgeber zeigt, was du vor dem Kauf prüfen solltest und wo du verlässliche Daten findest.

1. Den richtigen Preis einschätzen

Bevor du ein Angebot machst, solltest du verstehen, welche Art von Preisdaten verfügbar ist:

Groundcheck zeigt auf jeder Ergebnisseite klar, welcher Datentyp genutzt wird und wie granular er ist.

2. Kataster und Grundbuch

Für jedes Grundstück solltest du Kataster und Grundbuch einsehen lassen:

In Deutschland: Notar oder Grundbuchamt (Amtsgericht). In Frankreich: Service de la publicité foncière. In Spanien: Registro de la Propiedad.

3. Schutzgebiete und Bebauungsrecht

Ein Grundstück kann legal erworben werden und trotzdem nicht bebaubar sein:

4. Risiken: Hochwasser, Radon, Boden

Das Standortprofil auf Groundcheck zeigt neben dem Preis auch:

5. Besonderheiten je Land

LandBesonderheit
FrankreichDVF-Transaktionspreise offen; Parzelle über Géoportail einsehbar
NiederlandeWOZ-Steuerwert nicht öffentlich; Kataster via BRK
ÖsterreichBEV-Kataster WMS; Preise auf Bundeslandebene
KroatienKatastermetadaten via OSS; keine offenen Preisdaten
LettlandUniverseller Katasterwert (max. 80 % Marktwert 2022)

Häufige Fragen

Darf ich als EU-Bürger überall in der EU Grundstücke kaufen?

Grundsätzlich ja – die EU-Grundfreiheiten erlauben den Erwerb von Immobilien in allen Mitgliedstaaten. Einzelne Länder (z. B. Dänemark für Ferienhäuser) haben historische Ausnahmen. Im Zweifelsfall einen lokalen Notar einschalten.

Was kostet ein Grundstückskauf typischerweise an Nebenkosten?

Die Kaufnebenkosten variieren stark: In Deutschland etwa 9–12 % (Grunderwerbsteuer 3,5–6,5 %, Notar, Grundbuch, ggf. Makler). In Frankreich ca. 7–8 %. In Spanien 8–11 %. Immer einen lokalen Steuerberater oder Notar einbeziehen.

Wie verlässlich sind die Preise auf Groundcheck?

Wir zeigen ausschließlich offizielle oder wissenschaftlich anerkannte Quellen. Die Granularität variiert: Für Deutschland sind Bodenrichtwerte grundstücksgenau, für viele andere Länder liegen wir auf NUTS-Ebene (Provinz oder Region). Das ist klar auf jeder Seite gekennzeichnet.