Immobilienpreise Frankreich 2024/25 – DVF-Daten erklärt

Aktualisiert: 2026-07-11

Immobilienpreise in Frankreich 2024/25 – aus echten Verkaufsdaten

Frankreich hat, was viele Länder nicht haben: ein vollständig offenes Register aller Immobilienverkäufe. Deshalb sind die Preise auf Groundcheck für Frankreich besonders belastbar – es sind keine Schätzungen und keine Angebotspreise, sondern tatsächlich gezahlte Kaufpreise. Dieser Artikel erklärt, was der Quadratmeter in Frankreich kostet, woher die Zahlen stammen und worauf Käufer achten sollten.

Was kostet der Quadratmeter in Frankreich?

Typische mittlere Quadratmeterpreise (Median bebauter Immobilien, Wohnfläche, 2023–2024):

StadtMedian €/m²
Paris9.000–14.000 (je nach Arrondissement)
Nizza~5.400
Bordeaux~4.900
Lyon~4.700
Lille~4.000
Toulouse~3.700
Ländliche Départements1.000–1.800

Die Spanne innerhalb Frankreichs ist gewaltig: Zwischen einem ländlichen Département und Paris liegt fast der Faktor 9. Die Preise sind 2024 gegenüber 2023 in vielen Städten leicht gesunken – Folge gestiegener Finanzierungskosten.

Datenquelle DVF: das offene Transaktionsregister

Alle Frankreich-Werte stammen aus DVF (Demandes de Valeurs Foncières), dem offenen Register der tatsächlichen Immobilienverkäufe von DGFiP/Etalab (Licence Ouverte 2.0). DVF erfasst jeden notariell beurkundeten Verkauf mit Preis, Fläche, Datum und Lage. Groundcheck hat daraus über 4 Millionen Transaktionen eingelesen und berechnet für jeden Standort den lokalen Median – also den mittleren realen Verkaufspreis im Umkreis.

Der Vorteil gegenüber Angebotsportalen: DVF zeigt, was wirklich gezahlt wurde, nicht was Verkäufer sich wünschen. Das schließt die für Frankreich (und Deutschland) typische Lücke von 5–15 % zwischen Angebots- und Abschlusspreis.

Bebaute Immobilie vs. reines Bauland

Reine Grundstückspreise (Bauland) lassen sich aus DVF nur grob ableiten, weil Bauland selten und sehr heterogen gehandelt wird. Verlässlicher ist der Quadratmeterpreis bebauter Immobilien (Kaufpreis ÷ Wohnfläche) – diesen zeigen wir als Hauptwert. Warum das so ist, erklärt der Ratgeber Bodenrichtwert, Marktpreis oder Katasterwert.

Regionale Muster

Kaufnebenkosten in Frankreich

Beim Kauf fallen die frais de notaire an – trotz des Namens überwiegend Steuern:

Dazu kommen ggf. Maklergebühren (frais d'agence), die in Frankreich häufig der Käufer trägt.

Preis für eine konkrete Gemeinde finden

Für jede französische Gemeinde gibt es eine eigene Detailseite mit Median, Preisspanne, Trend und Nachbarorten:

Häufige Fragen

Sind die Preise amtliche Bodenrichtwerte?

Nein. Es sind Mediane tatsächlicher Verkaufspreise aus DVF – kein amtlicher Bodenrichtwert wie das deutsche BORIS. Sie bilden den realen Markt ab, ersetzen aber kein individuelles Gutachten.

Wie aktuell sind die Daten?

Die Auswertung basiert auf den Verkaufsjahren 2023 und 2024. DVF wird laufend aktualisiert; wir spielen neue Stände periodisch ein.

Warum weicht der Wert von Immobilienportalen ab?

Portale zeigen meist Angebotspreise. DVF zeigt realisierte Kaufpreise, die typischerweise etwas darunter liegen – deshalb ist der DVF-Median oft realistischer als der Portal-Durchschnitt.

Gilt DVF für ganz Frankreich?

Fast. Elsass und das Département Moselle (57, 67, 68) unterliegen einem eigenen Grundbuchrecht und sind nicht in DVF enthalten. Für diese Gebiete zeigt Groundcheck keine DVF-Werte.

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